Zahnseide – sinnvolles Utensil oder lästiges Übel?

Zahnseide – sinnvolles Utensil oder lästiges Übel?

Die Zahnseide – fast jeder hat sie in seinem Badezimmerschrank, doch kaum jemand benutzt sie. Sie fristet ein einsames Dasein zwischen Zahnbürste, Mundspülung und Zahncreme. Sie beruhigt nach dem üppigen Festessen das Gewissen: kurz damit durch die Zahnzwischenräume und fertig. Vermutlich hätte dafür auch ein Zahnstocher genügt.

Tatsächlich können wir jedoch nur immer und immer wieder betonen, wie wichtig die Zahnseide für Ihre tägliche Zahnreinigung ist! Sie hilft Ihnen, Ihre Zähne nicht nur von Essensresten, sondern auch von Bakterien zu befreien, die sich mit Vorliebe in Ihren Zahnzwischenräumen einnisten.

Winzig kleine Schädlinge, denen Ihre Zahnbürste allein nichts anhaben kann. Die Folgen können dauerhafte Schäden und starke Zahnschmerzen sein, die auf folgende Erkrankungen hinweisen:

✦ Zahnbelag/Plaque
✦ Karies
✦ Parodontitis (Entzündung im Zahnhalteapparat)
✦ Gingivitis (Entzündung im Zahnfleisch)
✦ apikale Ostitis (Entzündung an der Wurzelspitze)
✦ Pulpitis (Entzündung im Zahnmark)
✦ Stomatitis (Entzündung der Mundschleimhaut)
✦ und daraus resultierende Allgemeinerkrankungen!

Zahnseide und weitere nützliche Helfer aus dem Zahnpflegeregal

Die Auslagen in Drogerien und Supermärkten fließen schier über an sinnvollen (und manchmal auch weniger sinnvollen) Zahnpflegeprodukten. Hier finden sich Mundspüllösungen neben Mundduschen, Interdentalbürsten neben Zungenreinigern. Doch welche Produkte sollten wirklich den Weg in Ihren Einkaufswagen finden?

✎ Die Zahnpasta

Die optimal ausgewählte Zahnpasta in Verbindung mit der für Sie geeigneten Zahnbürste vermag immerhin schon 70 Prozent der Bakterien von Ihrer Zahnoberfläche zu beseitigen. Gerne beraten wir Sie individuell über die für Sie am besten geeigneten Produkte – sprechen Sie uns an!

✎ Die gewachste Zahnseide

Für „Zahnseide-Neulinge“ empfehlen wir zunächst die Verwendung von gewachster Zahnseide, denn sie gleitet leichter durch die ohnehin schwierig zu erreichenden Zahnzwischenräume, ohne dabei zu sehr auszufransen.

✎ Die ungewachste Zahnseide

Die ungewachste Zahnseide hingegen fächert sogar mit voller Absicht aus, um den Reinigungseffekt in den engen Zwischenräumen zu erhöhen. Sie ist etwas komplizierter in der Handhabung als ihr gewachster Vertreter und somit eher für geübte Hände geeignet.

✎ Der Zahnseidenhalter

Einfacher geht es nicht – und damit sollten auch die letzten Ausreden vom Tisch gefegt werden können: Mittels des Zahnseidenhalters wird die Zahnseide so eingespannt, dass Sie sie quasi mit Handgriff durch die Zahnzwischenräume schieben. Einziger Nachteil: Die Zahnseide kann sich nicht optimal an den Zahn anschmiegen und so nur für einen begrenzten Reinigungseffekt sorgen – definitiv jedoch besser, als ganz auf Zahnseide zu verzichten!

✎ Die Interdentalraumbürsten

Sollten sich etwas größere Abstände zwischen Ihren Zähnen zeigen, eignen sich spezielle Interdentalraumbürsten für die Reinigung. Diese sind in der Regel in unterschiedlichen Größen erhältlich – einfach ausprobieren, was sich für Sie am besten anfühlt.

✎ Die Mundspüllösungen

Mundspüllösungen erfreuen sich erstaunlicherweise an einem übermäßig guten Ruf, dennoch sollten Sie nicht zu sehr darauf vertrauen: Sie eignen sich allenfalls als Ergänzung, keinesfalls als Ersatz für Zahnseide!

„Gebrauchshinweise“ für die Zahnseide

Sie dürfen selbst entscheiden, ob Sie zunächst die Zahnseide verwenden oder doch lieber erst Ihre Zähne putzen möchten. Im Umgang mit der Zahnseide empfehlen wir Ihnen jedoch, wie folgt vorzugehen:

✔ Gewöhnen Sie sich an, die Zahnseide grundsätzlich vor dem Zubettgehen zu verwenden!

✔ Gebrauchen Sie die Zahnseide mindestens einmal an jedem Tag!

✔ Erlernen Sie die sogenannte Fädeltechnik: Dazu brauchen Sie sich nur rund 50 cm Ihrer Zahnseide um den Mittelfinger zu wickeln, um den Faden schließlich mit Zeigefinger und Daumen festzuhalten. Dann führen Sie regelmäßige Vorwärts- und Rückwärtsbewegungen sowie auch entsprechende Aufwärts- und Abwärtsbewegungen in den Zahnzwischenräumen durch, um sämtliche Beläge zu entfernen. Bei jedem neuen Zahnzwischenraum sollten Sie auch ein neues Stück der 50 cm langen Schnur verwenden.

➜ Gebrauchen Sie einen einmal verwendeten Faden niemals zum zweiten Mal, sondern schmeißen Sie ihn weg. Dies gilt übrigens auch, wenn Sie die Zahnseide mit einem Zahnseidenhalter verwenden – entsorgen Sie diesen unbedingt nach jedem Putzvorgang!

Zahnseide – sinnvolles Utensil oder lästiges Übel?

Kleine Ode an den Goldzahn

Hielten auch Sie den Goldzahn für eine verhältnismäßig moderne Form des Zahnersatzes? Einen Zahnersatz, den die meisten Patienten in den hintersten Winkeln ihres Mundes verbannen oder – noch besser – in Zahnfarbe verblenden. Einen Zahnersatz, den andere Patienten wiederum mit Stolz auch im Frontzahnbereich zur Schau stellen. Einen Zahnersatz, der sich durch eine hohe Stabilität und Körperverträglichkeit auszeichnet.

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Gesunde Milchzähne für ein zahngesundes Leben

Gesunde Zähne – und das ein ganzes Leben lang? Was sich unwahrscheinlich klingt, könnte schon bald wahr werden. Tatsächlich ist die moderne Zahnmedizin, aber auch das allgemeine Bewusstsein für die häusliche Zahnpflege so sehr vorangeschritten, dass inzwischen bereits über die Hälfte aller Grundschulkinder stolz auf ihre gesunden Zähne sein dürfen. Sie kennen keine Löcher, keinen Bohrer und keine Füllungen. Sie freuen sich sogar auf den nächsten Vorsorgetermin beim Zahnarzt, denn sie verknüpfen ihn nicht mit langwierigen Behandlungen und Schmerzen. Die Angst vor dem Zahnarzt fällt nicht mehr auf fruchtbaren Boden.

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Zahnseide – sinnvolles Utensil oder lästiges Übel?

Die Zahnseide – fast jeder hat sie in seinem Badezimmerschrank, doch kaum jemand benutzt sie. Sie fristet ein einsames Dasein zwischen Zahnbürste, Mundspülung und Zahncreme. Sie beruhigt nach dem üppigen Festessen das Gewissen: kurz damit durch die Zahnzwischenräume und fertig. Vermutlich hätte dafür auch ein Zahnstocher genügt.

Tatsächlich können wir jedoch nur immer und immer wieder betonen, wie wichtig die Zahnseide für Ihre tägliche Zahnreinigung ist! Sie hilft Ihnen, Ihre Zähne nicht nur von Essensresten, sondern auch von Bakterien zu befreien, die sich mit Vorliebe in Ihren Zahnzwischenräumen einnisten.

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Schluss mit lästigen Zahnschmerzen

Kommt Ihnen dies bekannt vor? Sie genießen den Sommer in der Stadt, Sie sitzen mit Freunden in der Eisdiele und unterhalten sich ausgelassen. Sie genießen ein köstliches Eis – und plötzlich fährt ein stechender Schmerz durch Ihren Kopf! Zuerst mag der Schmerz noch nachlassen, doch irgendwann hält Sie dieses unangenehme Pulsieren im Zahn vom Schlafen ab. Vielleicht leiden Sie unter empfindlichen Zähnen, doch sollten die Schmerzen nicht mehr abklingen, könnten Bakterien oder Entzündungen zur schleichenden Gefahr für Ihre Mundgesundheit werden!

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Vorsicht bei der Zahnfleischentzündung

Gerade unter unseren jüngeren Patienten geht die Karieshäufigkeit mehr und mehr zurück – eine sehr positive Nachricht. Leider stellen jedoch Entzündungen im Mundraum nach wie vor ein großes Risiko für unsere Zahngesundheit dar – allen voran die Parodontitis (Entzündungen des Zahnhalteapparates) und die Gingivitis (Entzündungen am Zahnfleisch). Solche Entzündungen sind vor allem deswegen so gefährlich, weil sie im ersten Stadium schleichend und unbemerkt verlaufen – ohne regelmäßige Kontrollen des Zahnarztes können sie zu spät entdeckt werden und im schlimmsten Fall sogar einen Zahn kosten.

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8 Tipps für den richtigen Umgang mit der Zahnbürste

Sie fristet oft ein einsames Dasein in unseren Badezimmerschränken: die Zahnbürste. Obgleich sie zweimal täglich ans Licht geholt wird, bleibt sie doch in Vergessenheit. Oder wissen Sie noch, wann Sie Ihre Zahnbürste zum letzten Mal ausgetauscht haben?

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Wie gefährlich ist nächtliches Zähneknirschen?

Gerade kleine Kinder zeigen häufiger die Neigung, im Schlaf mit den Zähnen zu knirschen. Eine zugegebenermaßen für unfreiwillige Zuhörer unangenehme Erfahrung. Viele Eltern zeigen sich über diese „Angewohnheit“ sehr besorgt, in den meisten Fällen können wir jedoch Entwarnung geben – zumindest solange es noch die Milchzähne betrifft. Denn: Im Zuge der Wachstumsprozesse können diese nächtlichen Reibebewegungen sogar durchaus erwünscht sein!

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