Endodontie

Die Endodontie lässt sich vereinfacht als die „ Lehre vom Zahninneren “ übersetzen.

Sie umfasst einen wichtigen Teilbereich der Zahnmedizin, dessen Schwerpunkt in der Behandlung von Erkrankungen im Pulpa-Dentin-Komplex sowie im periapikalen Gewebe zu finden ist:

  • Pulpa-Dentin-Komplex: Funktionseinheit aus dem Weichgewebe im Zahninneren (Pulpa) und dem Zahnbein (Dentin)

  • Periapikales Gewebe: Gewebe in der Umgebung der Zahnwurzel bzw. Zahnwurzelspitze. Die Endodontie zählt zu den schwierigsten Behandlungsmethoden der Zahnheilkunde, denn die Wurzelkanäle bestehen aus einem sehr verzweigten System feinster, nur schwer zugänglicher Verästelungen.

  • So ist es kaum verwunderlich, dass eine Wurzelkanalbehandlung in der Statistik nur in 30 % der Behandlungsfälle von Erfolg gekrönt ist – wird dieser Eingriff hingegen von einem Spezialisten der Endodontie durchgeführt, steigt die Erfolgsquote auf überzeugende 95 %!

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Behandlung

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Forschung

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Karies, Risse in der Zahnoberfläche, abgebrochene Ecken, Furchen und Spalten – all diese Zahndefekte ebnen den Mundbakterien einen Weg in das Innere des Zahns. Die Pulpa reagiert mit einer Entzündung, die wiederum zu einer maximierten Temperatur- und Druckempfindlichkeit führen kann – in den meisten Fällen verläuft dieser Prozess jedoch vollkommen schmerzfrei und infolgedessen unbemerkt. Dringen die Bakterien im weiteren Verlauf schließlich auch in den Kieferknochen ein, so sind ernsthafte Folgeerkrankungen zu befürchten.

Bis vor wenigen Jahrzehnten musste der betroffene Zahn extrahiert werden, um der Entzündung und dem unaufhaltsamen Vordringen der Bakterien Einhalt zu gebieten – dank modernster Forschung und Entwicklung in der Zahnmedizin stehen uns heute weit schonendere Behandlungsmethoden zur Verfügung, die den Erhalt Ihrer natürlichen Zähne zum Ziel haben.

Setzen Sie auf moderne Forschungsergebnisse und innovative Behandlungsmethoden

8 Behandlungsschritte für Ihren Zahnerhalt

Schritt 1:

Narkose

Zunächst erhalten Sie eine lokale Anästhesie, um Ihr Schmerzempfinden auszuschalten. Alternativ ist auch eine Behandlung unter Vollnarkose möglich, z. B. wenn Sie unter einer sehr stark ausgeprägten Zahnarztphobie leiden.

Schritt 2:

Präparation

Dann setzt der Endodontologe einen Kofferdam als Isolierung ein, um sowohl den Speichel als auch die Spülflüssigkeit daran zu hindern, in den Mundraum einzudringen - dies geschieht in erster Linie zum Schutz des Patienten, dient aber auch der Arbeitserleichterung für den behandelnden Arzt.

Schritt 3:

Zahnöffnung

Nun öffnet der Zahnarzt den erkrankten Zahn, um das Pulpagewebe aus jedem einzelnen Kanaleingang zu entfernen. Schon an dieser Stelle wird über den Erfolg oder Misserfolg einer Wurzelkanalbehandlung entschieden, denn nur wenn wirklich jeder Zahnkanal unter Zuhilfenahme optischer Vergrößerungshilfen wie Lupenbrillen oder Mikroskope entdeckt wird, lassen sich die Bakterien restlos entfernen.

Schritt 4:

Computergestützte Analyse

Konnte der Zahnarzt die Anzahl der Kanäle bereits erfolgreich bestimmen, so geht es im nächsten Schritt darum, auch die exakte Kanallänge zu ermitteln. Eine innovative und technisch auf dem neuesten Stand eingerichtete Dentalklinik wie die Unsrige zieht sowohl Röntgenbilder als auch computergestützte Verfahren für eine solche Analyse heran.

Schritt 5:

Reinigung

Wir verfügen heute über Gerätschaften und Instrumente, die sich durch eine sehr hohe Flexibilität auszeichnen und die Reinigung der Wurzelkanäle von einer Sorgfalt und Qualität durchführen, wie sie noch vor wenigen Jahren undenkbar war. Dazu zählen beispielsweise feinste Handinstrumente, aber auch rotierende Instrumente aus einer Nickel-Titan-Legierung.

Schritt 6:

Desinfektion

Nach einer gründlichen Aufbereitung und Reinigung der Wurzelkanäle erfolgt die Desinfektion mit Hilfe spezieller Spülflüssigkeiten, deren Effizienz beispielsweise durch eine Ultraschallaktivierung noch verstärkt wird. Bewährt hat sich in unserer Dentalklinik auch der Einsatz des Lasers, um die Bakterien in den Wurzelkanälen abzutöten.

Schritt 7:

Medikamente

In der Regel setzt der Endodontologe ein antibakterielles Medikament in den wurzelbehandelten Zahn ein, welches die bakteriellen Entzündungen bekämpfen soll. Er verschließt den Zahn provisorisch, um das Medikament wirken zu lassen und die Behandlung zu einem späteren Termin fortzuführen.

Schritt 8:

Wurzelkanalfüllung & Verschluss

Unter der Voraussetzung, dass die bisherige Behandlung erfolgreich verlaufen ist und alle Symptome einer Infektion erfolgreich bekämpft werden konnten, füllt der Zahnarzt alle Kanäle möglichst dicht und wandständig, um eine erneute Bakterienansiedlung auszuschließen. Anschließend wird auch die geöffnete Zahnkrone dauerhaft mit einer dichten und stabilen Füllung verschlossen.

Eine Behandlung an der Zahnwurzel, z. B. die Wurzelspitzenresektion oder die ausführlich beschriebene Wurzelkanalbehandlung, erfordert viel Geduld – sowohl von Seiten des Patienten als auch vom Zahnarzt. Wir sind allerdings davon überzeugt, dass sich ein sol cher Eingriff der Endodontie durchaus lohnt, denn er bewahrt Sie vor einem artifiziellen Implantat mit ebenso künstlichem Zahnersatz.